Tai Chi

Tai Chi ist eine alte chinesische Bewegungskunst mit meditativem Charakter und philosophischem Hintergrund, die ursprünglich als Kampfkunst entwickelt wurde.

Tai Chi ist Gesundheitsgymnastik, Konzentrationsübung und Selbstverteidigung in einem. Da die Figuren so genau wie möglich ausgeführt werden sollten, schult es die Fähigkeit zu beobachten und fördert die Konzentration.

Tai Chi wird in der heutigen Zeit vor allem zur Gesundheitsförderung geübt. Das moderne Leben bringt einen Bewegungsmangel und Hektik mit sich. Durch unbewusste Reaktionen des Körpers auf Situationen des Alltags verspannt sich die Muskulatur, die Atmung wird oberflächlich und flach, die Körperhaltung krumm. Durch eine schlechte Haltung können die inneren Organe in ihrer Arbeit gehindert werden. Es können Funktionsstörungen entstehen, die sich früher oder später als Krankheiten bemerkbar machen.

Das Grundgerüst des Tai Chi bilden langsame, gleichmässige Bewegungsformen, die lückenlos ineinander überfliessen. Es wird von einem Energiezentrum in den Hüften (Mitte des Körpers) ausgegangen. Die aus diesem Zentrum fliessende Energie wird in die Hände und Füsse weitergeleitet und in harmonische Bewegungen umgesetzt. Nicht verbrauchte Energie fliesst ins Zentrum zurück.

Durch die langsamen, gleichmässig fliessenden Bewegungen und der steten Gewichtsverlagerung von einem Bein aufs andere, wird die Beinmuskulatur gekräftigt und das Gleichgewicht trainiert. Die Verspannungen lösen sich und die Atmung wird tiefer und ruhiger. Das entspannt Schultern und den Nacken, was einen günstigen Einfluss auf die Körperhaltung, das Nervensystem und den Stoffwechsel hat.

Durch das ruhiger werden der Atmung werden der ganze Körper, das Gehirn und die inneren Organe besser durchblutet, sie bekommen mehr Sauerstoff. Die Gesundheit und die Abwehrkräfte werden durch das Praktizieren von Tai Chi allgemein gestärkt.

Mit der Zeit spürt man mehr Lebenskraft und Lebensfreude und gleichzeitig mehr innere Ruhe und Gelassenheit.